Hildesheim Der bolivianische Bekleidungshersteller Waliki wurde nun offiziell als soziales Projekt der Expo 2000, der Weltausstellung in Hannover im kommenden Jahr, anerkannt. Sabine Mpacko, die Leiterin der Expo-Gesellschaft für die weltweiten Projekte, überreichte den Geschäftsführern Doris und Martin Schwark-Cordero in der "Galerie Waliki" in der Kramerstraße in Hildesheim die Ernennungsurkunde.
Somit gehört das Unternehmen zu einem Kreis von weltweit etwa 500 Firmen und Organisationen, die aus Sicht einer internationalen Auswahlkommission das Motto der Expo 2000, "Mensch Natur Technik", beispielhaft in ihrer Arbeit umsetzen. "Im Rahmen der Weltausstellung werden in verschiedenen Regionen, die in wirtschaftlicher wie in ökologischer Hinsicht als schwierig gelten, Entwicklungslösungen für die Zukunft vorgestellt", erklärt Meribel Königer von der Expo 2000 den Hintergrund für die Auswahl Walikis.
Das Programm "Weltweite Projekte" gibt es zum ersten Mal in der 150-jährigen Geschichte der Weltausstellung. Alle ausgewählten Projekte sind thematisch den elf Ausstellungen auf dem Expo-Gelände zugeordnet. Für die Bemühungen, Kleinunternehmen im Entwicklungsland Bolivien geregelte Arbeit und Lohn zu verschaffen, wurde Waliki als beispielhaft für die "Zukunft der Arbeit" ausgewählt. Mit der Darstellung der ausgewählten Projekte soll den damit verbundenen sozialen Ideen eine Plattform gegeben werden.
Dass Doris und Martin Schwark-Cordero die Expo-Urkunde in Hildesheim entgegennahmen, ist für sie auch ein Dank an die Mitglieder der St.-Mauritius-Gemeinde. "Ohne die Partnerschaft mit St. Mauritius hätte Waliki nicht so erfolgreich werden können", sagt Schwark-Cordero. Die Galerie in der Kramerstraße, das einzige eigene Geschäft von Waliki, sei fast ausschließlich durch das Engagement von Gemeindemitgliedern entstanden.
Zur Übergabe der Ernennungsurkunde waren der Botschaftsrat der bolivianischen Vertretung in Deutschland, Ariel Bernavidez, sowie Dr. Carl Rudolf Meiler, Projektleiter der Konferenzreihe "Globaler Dialog", die im Rahmen der Expo stattfindet, gekommen. Gerade für Meiler ist Waliki ein "Aushängeschild für die Pfade der Hoffnung, die mit sozialen Unternehmen beschritten werden". Auch Botschaftsrat Bernavidez zeigte sich mit Waliki "sehr zufrieden" und betonte, dass es die Absicht seines Landes sei, bei der Expo 2000 die Themen "Umwelt und Menschlichkeit" in den Mittelpunkt der Präsentation zu stellen und genau dafür stehe gerade Waliki.
Sebastian Jördens