Aschermittwoch der Künstler

Marion Lidolt: "Ich dachte, ich sei…"

Eine Serie großformatiger Bildtafeln zeigt malerische und fotografische Überlagerungen von Gesichtern. Es sind die Gesichter junger und alter Menschen, Männer und Frauen – manchmal zugleich jung und alt und ebenso männlich wie weiblich.

Wir versuchen uns mit diesen Gesichtern zu identifizieren, mit ihren Wünschen und Hoffnungen, mit ihren dramatischen Lebensspuren oder banalen Alltagsgeschichten. Der alte Mann, der seine Kindheit noch sichtbar in sich trägt, das junge Mädchen, dessen noch ungelebte Zukunft bereits Spuren hinterlassen hat.

Das übergroße Format lässt bei näherer Betrachtung jedes einzelne Gesicht zu einer begehbaren Landschaft werden, Falten zu Tälern, Münder zu Schluchten. Wir tauchen mit einer Distanzlosigkeit in die Gesichter der anderen, wie wir es uns sonst nur bei engsten Freunden und größter Intimität erlauben dürfen.

Treten wir einige Schritte zurück, betrachtet auf einmal uns dieser Mensch – es scheint, als forsche und suche auf einmal er in uns, wie wir zuvor in ihm. Ratlos? Fragend? „Ich dachte, ich sei … Ich dachte, ich will … Ich dachte, ich wüsste … Ich dachte, ich würde immer ich sein. Ich dachte, ich würde immer sein.“

 

Führungen durch die Ausstellung:
Pfarrer Ulrich Schmalstieg, Sonntag, 15. April 2012
jeweils 16 Uhr im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Termin: 
7. Februar bis 26. Augustl 2012 (verlängert)
Rubrik: 
Ausstellung
Ort: 

Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim (Am Steine 1-2)

Veranstalter: 
Bistum Hildesheim, Roemer- und Pelizaeus-Museum
Informationen und Anmeldung: