21.01.2016

Jugendvespern im Dom

„Ich bin gespannt, wer kommt!“

Das Angebot der Jugendvesper kehrt zurück ins Bistum. Viele Jahre fand sie als gemeinsames Angebot des Fachbereichs Jugendpastoral und der Benediktinerinnen in Marienrode statt. Warum es eine Neuauflage gibt, verrät Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Andreas Braun.

Warum kommt die Jugendvesper zurück?
 

Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Andreas Braun und das Team des Fachbereichs Jugendpastoral laden ein zur Jugendvesper im Dom. Foto: Edmund Deppe

Eigentlich hatte mein Vorgänger Domkapitular Martin Wilk regelmäßige Jugendvespern schon für das Jubiläumsjahr 2015 geplant. Weil er noch im Vorfeld des Bistumsjubiläums mit dem Amt des Personalreferenten für den Bereich Seelsorge betraut wurde, konnte er dies nicht mehr umsetzen. Auch wenn es für das Bistumsjubiläum dann zwar zu spät war, habe ich diese Idee im Blick behalten, weiterverfolgt und weiterentwickelt.

Handelt es sich um eine Neuauflage der alten Jugendvesper in Marienrode?

Das Grundgerüst ist natürlich die klassische Vesper – das Abendgebet der Kirche –, aber immer in Spannung mit modernen Elementen. Die Jugendvespern in Marienrode waren sicherlich sehr gut, aber man muss auch mal was Neues wagen wie die Aktion „Hot Spots“. Jetzt wollen wir – erst einmal als Pilotprojekt – eine neue Form der Vesper für Jugendliche ausprobieren. Ziel ist, Jugendlichen den Dom liturgisch zu erschließen. Aber wir wollen nicht nur in der Bistumskirche bleiben, sondern auch an die Ränder des Bistums gehen, damit die Jugendlichen, für die der Weg nach Hildesheim zu weit ist, an einer der Vespern teilnehmen können.

Was wird das Besondere an den Jugendvespern sein?

Die Vesper ist ursprünglich ein dialogischer Gottesdienst. Das soll sich in der Jugendvesper widerspiegeln. Wir wollen Licht und Dunkelheit nutzen,  Elemente der Bewegung sowie meditative Komponenten einbauen.

Welche Bewegungselemente werden das sein?

Wir wollen immer einen bestimmten Ort im Dom in den Blick nehmen, eventuell in Form einer Station und vielleicht in Prozession dorthin ziehen. Dieser Ort wird dann etwas mit dem Thema der Vesper zu tun haben. Das Thema der ersten Vesper lautet übrigens „Anfang“. Da kann dann jeder überlegen, welchen Ort wir im Dom besuchen wollen.

Spielt das Kirchenjahr eine Rolle bei den Jugendvespern?

Ganz klar: In der Fastenzeit wird es bei der Vesper ruhiger sein, in der Osterzeit dafür umso lebendiger. Dem Kirchenjahr werden wir Rechnung tragen.

Am 31. Januar geht es los. Was glauben Sie, wie die Resonanz sein wird?

Ich hoffe gut. Aber ich muss zugeben: Ich bin schon sehr gespannt, wer alles kommt. Damit die Jugendlichen auch etwas von dem Nachmittag haben, beginnen wir bereits um 16 Uhr mit einem kleinen Vorprogramm mit Kaffee und Kuchen, Aktionen und Zeit zur Begegnung und zum Gespräch. Und wer Lust hat, kann sich auch noch in die Vesper mit einbringen.

Wie sieht es mit der musikalischen Begleitung aus?

Da werden wir auf Jugendbands zurückgreifen. Und da möchteich gleich auf den 17. März hinweisen. Da veranstalten wir vom Fachbereich Jugendpastoral einen Wettbewerb in der Basilika St. Godehard. Und die Bands, die da erfolgreich mitmachen, haben gute Chancen, die Chrisammesse, den Sternsingerdankgottesdienst oder eben eine der Jugendvespern musikalisch zu gestalten.

Wer kann bei diesem Wettbewerb mitmachen?

Alle Bands und Musikgruppen, deren Mitglieder mehrheitlich zwischen 12 und 27 Jahre alt sind, schon Gottesdienste musikalisch begleitet haben und über das technische Equipment verfügen. Die können sich bis zum 10. April 2016 anmelden. Also, wer Interesse hat, einfach mal bei uns auf die Homepage schauen
www.jugend-bistum-hildesheim.de. Ich würde mich freuen, wenn ganz viele beim Wettbewerb mitmachen würden.

Interview: Edmund Deppe

 

Die Jugendvespern sind jeweils sonntags und beginnen um 18 Uhr. Wer Lust hat, kann aber auch schon eher anreisen. Ab 16 Uhr heißt es: Austausch und Begegnung bei Kaffee und Kuchen.

Viermal ist die Jugendvesper 2016 zu Gast im Dom: am 31. Januar, 17. April, 5. Juni und 4. Dezember. Und zweimal heißt es: „Jugendvesper on tour“, dann zieht die Jugendvesper in Gemeinden des Bistums: Am 6. März macht sie Station in der Liebfrauenkirche in Duderstadt und am 11. September in St. Petrus in Buchholz in der Nordheide.  Mehr Infos unter  www.jugend-bistum-hildesheim.de/jugendvesper.