18.06.2015

Heimstatt Röderhof führt Kunstaktion „b.kunst“ auch zum Bistumsjubiläum fort

Bilder als Schlüssel zur Welt

„Wanderungen“: Unter diesem Motto steht die diesjährige Kunstaktion b.kunst der Heimstatt Röderhof. Anlässlich des Bistumsjubiläums sind dabei unter anderem 1200 kleine Holztafeln bemalt. Zu sehen sind die Bilder derzeit im Bischöflichen Generalvikariat in Hildesheim. Demnächst werden sie dann in Geschäften in der Domstadt ausgestellt.

Stolz zeigen Bewohner der Heimstatt Röderhof der Initiatorin Brigitte Dammeier, welches Bild sie gemalt haben. Foto: Pohlmann

Die einzelnen Bilder haben eine Größe von 10 mal 10 Zentimetern. Gestaltet wurden sie zunächst einmal von Schülern, Bewohner und Mitarbeiter der Heimstatt Röderhof. Doch die Aktion zog weite Kreise, berichtet Initiatorin Brigitte Dammeier. Schüler der Albertus-Magnus- Schule, der Scharnhorstschule und einiger Grundschulen waren ebenso beteiligt wie eine Gruppe der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg aus Drispenstedt und viele einzelne Personen aller Altersstufen. Sogar aus Göttingen und Papenburg kamen die vorgrundierten Tafeln bemalt zurück in die Heimstatt, wo sie in der Malwerkstatt der dortigen St. Franziskus-Schule zu zwölf großen Mosaiken zusammengefügt wurden.

„Die 1200 Bilder geben einen Einblick in eine Welt, die im Alltag manchmal verborgen bleibt“, sagt Domkapitular Martin Wilk anlässlich der Eröffnung im Generalvikariat. Und eines mache die Ausstellung deutlich: „Wir sind alle b-Menschen – besondere Menschen“, erklärt Wilk.

Aus vielen kleinen Bildern ist ein großes Kunstwerk geworden. Für Claudia Schröder, Abteilungsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, ist das Ergebnis auch ein Symbol für eine Gesellschaft der Vielfalt und ein anschaubarer Beitrag für Inklusion: „Wir müssen uns so annehmen, wie wir sind“, betont Schröder.

2011 hatte sich die Heimstatt am Projekt „b.kunst“ des deutschen Caritasverbandes beteiligt und das Projekt zwei Jahre später mit einer weiteren Ausstellung fortgesetzt. „Es geht nicht nur um den eigenen künstlerischen  Ausdruck, sondern um Wertschätzung, Anerkennung und Teilhabe“, beschreibt Heimleiter Wilfried Büscher die Bedeutung des Projektes für die Bewohner. 

Bis zum 25. Juni stehen die zwölf Mosaike im Bischöflichen Generalvikariat, danach gehen sie auf Wanderschaft und sind bis zum 25. Juli in zwölf Geschäften in der Hildesheimer Innenstadt zu sehen.

Thomas Pohlmann

 

Informationen unter www.heimstatt-roederhof.de