22.05.2011

KiZ-Tipp: Kloster Möllenbeck

Café, Gebet und Irish Folk

Hier können Sitzplätze durchaus Mangelware sein – wenn auch nicht im Kloster selbst, sondern im Hofcafé, dass an den Wochenenden ein beliebter Ausflugsort für Radler, Wanderer und andere Ausflügler aus der näheren und weiteren Umgebung geworden ist: Das Kloster Möllenbeck im gleichnamigen Ortsteil von Rinteln, im südwestlichsten Zipfel des Bistums Hildesheim, gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern in Südniedersachsen.

Die Ursprünge des Klosters Möllenbeck bei Rinteln gehen bis in das Jahr 896 zurück. Foto: Stefan Branahl
Die Ursprünge des Klosters Möllenbeck bei Rinteln gehen bis in das Jahr 896 zurück. Foto: Stefan Branahl

Rinteln/Möllenbeck (sbr). Das Landesdenkmalamt ist sich der kulturhistorischen Bedeutungen des Klosters, das zwischen 1478 und 1505 errichtet wurde, bewusst: „In ihrer Gesamtanlage gehören die Klausurgebäude zu den umfangreichsten und am bes­ten erhaltenen Klosteranlagen des späten Mittelalters in Deutschland.“

Der Ursprung des Klosters wurde bereits 896 von der Edelfreien Hildburg als Kanonissen-Stift gegründet und gehört damit zu den ältesten Abteien im Wesertal. Nach einer hochmittelalterlichen Blüte geriet das Stift im 15. Jahrhundert durch Kriegseinwirkungen, personelle Auseinandersetzungen und Misswirtschaft mehr und mehr in Verfall, ging später an die Augustiner-Chorherren über und ist heute im Eigentum der Evangelisch-reformierten Kirche, die das Kloster und seine Gebäude in vielfältiger Weise nutzt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Junge Menschen treffen sich hier zu Bildung, Besinnung und Begegnung. Etabliert hat sich längst das jährliche „Irish-Folk-Festival“, das jeden Sommer im Innenhof stattfindet. Und Führungen finden jeden zweiten Sonntag im Monat um 10 und um 11 Uhr statt.