29.05.2011

KiZ-Tipp: Bergmesse auf dem Kaliberg in Empelde

Ein Gottesdienst mit Ausblick

Eine besondere Messe gibt es alljährlich im hannoverschen Ortsteil Empelde. Die Kolpingsfamilie der Gemeinde St. Maximilian Kolbe lädt immer am Hochfest Christi Himmelfahrt zur „Bergmesse“ auf dem dortigen Kaliberg ein. Ein Gottesdienst mit Ausblick.

Einen weiten Blick in die Region Hannover haben die Teilnehmer bei der Bergmesse auf dem Kaliberg in Empelde.   Foto: Privat
Einen weiten Blick in die Region Hannover haben die Teilnehmer bei der Bergmesse auf dem Kaliberg in Empelde.   Foto: Privat

Hannover-Empelde (tp). Sie prägen das Landschaftsbild nicht nur in der Region Hannover mit. Weithin sichtbar sind die meist weiß schimmernden Rückstandshalden der Kaligewinnung. In Empelde jedoch ist aus dem künstlichen Salzberg mittlerweile fast ein Naturberg geworden, durch ein umfangreiches Renaturierunges-Projekt.

Die 1973 stillgelegte Kalihalde hat eine Höhe von 75 Metern und eine Grundfläche von 12,5 Hektar, die eine Menge von vier Millionen Kubikmetern Abraum aus 90 Prozent Steinsalz beherbergt.Mehrere Schichten aus Bauschutt und Erde machen es möglich, dass auf dem Salzberg heute neben Weiden und Sträuchern auch ein Weinberg, eine Streuobstwiese und Mischwald gewachsen sind. Der Kaliberg  ist mittlerweile zu einem kleinen Naherholungsgebiet geworden und lädt zum Genießen der Natur ein. Bei schönem Wetter bietet er eine hervorragende Weitsicht in die Region Hannover.

Das Projekt zur Begrünung – und gleichzeitigen Absicherung gegen Salzerosionen – war noch am Anfang, als der damalige Pfarrer der Gemeinde St. Maximilian Kolbe in Hannover-Mühlenberg, Klaus Funke, einen Ort außerhalb der Kirche für einen Gottesdienst am Hochfest Christi Himmelfahrt suchte. „Unser Kolpingbruder Bernd Heddergott hatte dann den Einfall, den Kaliberg in Empelde dafür zu nutzen“, sagt Karl-Heinz Weltring. Er ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingsfamilie St. Maximilian Kolbe, die die Bergmesse seit 1994 jedes Jahr organisiert.

Wer an der Bergmesse teilnehmen möchte, dem sei festes Schuhwerk angeraten. Der Aufstieg vom Eingang zum Kaliberg bis zum Gottesdienstplatz dauert rund 30 Minuten. Auch Sitzgelegenheiten sollten selbst mitgebracht werden, so der Rat der Kolpingsfamilie. Für Gehbehinderte bietet der Verband einen Fahrdienst vom Eingang zum Gipfel ab 9.30 Uhr an. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Anschließend ist Zeit für ein Beisammensein bei Bratwurst und Getränken.
Hinweis: Bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst in der Kirche Hl. Familie (Berliner Straße 20) in Empelde gefeiert.

Der Eingang zum Kaliberg befindet sich in der Hansastraße 55 A.
Außerhalb der  Veranstaltungen ist die Halde nur nach vorheriger Anmeldung und nur mit Führung zu besichtigen. Kontakt unter Telefon: 05 11/46 58 28.