12.10.2011

KiZ-Tipp: Zinnfigurenmuseum in Goslar

Große Welt ganz klein

Wie war das damals? Geschichte ist vielfältig. Im Zinnfigurenmuseum Goslar gelingt das Kunststück, beinahe die ganze Historie anschaulich und ansprechend darzustellen.

Detailreich werden Zeitalter der Stadt in Szene gesetzt, hier der 30-jährige Krieg. Foto: Museum

Goslar. Die Geschichte des Bergbaus, der Kaiserpfalz und des „Rom des Nordens“, die Geschichte des Mittelalters und des 30-jährigen Krieges, das sind Themen, die die 1000-jährige Stadt am Harz beherrschten. Da fällt es schwer, sich vorzustellen, wie es mal in Goslar zugegangen ist.

In der alten Lohmühle in der Innenstadt Goslars warten 10 000 Figuren in 50 Schaukästen darauf, dem Besucher solch besonderen Momente vor Augen zu führen. Das fängt tief im Rammelsberg an und hört in den Wirren des 30-jährigen Kriegs auf.

Die Ausstellung ist alles andere als starr und verstaubt: Zum einen bieten Sonderausstellungen wie „Kampf um Troja“, oder „die Varusschlacht“ immer wieder neue Objekte, die betrachtet werden wollen. Zum anderen hält das Museum ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Besucher bereit: Neben den geführten Rundgängen gibt es eine kulinarische Führung, bei der kleine Köstlichkeiten die typischen Essgewohnheiten von Mönchen oder Bergleuten widerspiegeln.

Für Schulklassen und Kindergeburtstage gibt es Rätsel und die Möglichkeit, sich einmal selbst am Dioramenbau zu versuchen. Jeder Besucher kann auch eine eigene Zinnfigur gießen, diese bemalen und so ein persönliches Andenken erhalten. Elektronische Informationsstände zu den gezeigten Szenen runden das Angebot des Museums ab, eine Audio-Tour ist in Planung. Da ist es kein Wunder, dass nicht nur Experten die kleinen Welten großartig finden.

Daniel Kandora

 

Das Zinnfigurenmuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Klapperhagen 1, 38640 Goslar. Telefon: 0 53 21/2 58 89.