24.02.2012

Enger Vertrauter Meisners

Kölner Generalvikar Schwaderlapp wird Weihbischof

Dominikus Schwaderlapp, Kölner Generalvikar, wird neuer Weihbischof des Erzbistums. Die Ernennung durch Papst Benedikt XVI. wurde am Freitag (24. Februar) in Rom und Köln bekanntgegeben.

Als Weihbischof folgt der 44-jährige Schwaderlapp Rainer Maria Woelki nach, der seit August Berliner Erzbischof ist und am vorigen Wochenende zum Kardinal erhoben wurde. Die Bischofsweihe Schwaderlapps findet am 25. März statt. Laut Erzbistum will der Kölner Kardinal Joachim Meisner in Kürze einen neuen Generalvikar berufen. Der neu ernannte Weihbischof, wie Woelki ein enger Vertrauter Meisners, wurde am 4. Mai 1967 in Selters im Westerwald geboren. Nach der Priesterweihe 1993 arbeitete er bis 1996 als Kaplan in Neuss. Von 1996 bis Ende 2003 war er Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär Meisners.

Dominikus Schwaderlapp
Dominikus Schwaderlapp, bislang Kölner Generalvikar,
wird neuer Weihbischof im Erzbistum.

Seit Juni 2004 ist der promovierte Theologe Verwaltungschef der größten Diözese Deutschlands. Als Weihbischof wird er nach den Angaben wie sein Vorgänger für den Pastoralbezirk Nord des Erzbistums zuständig sein. Schwaderlapp sagte dem Kölner „domradio“, er freue sich darauf, etwa bei Firmungen „wieder zunehmend direkter mit vielen Menschen zusammen zu sein“ und das Evangelium zu bringen.

Seinen bischöflichen Wahlspruch wolle er anlehnen an das Wort aus dem Römerbrief des Paulus: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet.“ In einer ersten Stellungnahme dankte Meisner dem Heiligen Vater für die Ernennung.

Schwaderlapp wurde vom Papst auch zum Titularbischof des untergegangenen Bistums Frigento in der italienischen Provinz Avellino bestimmt. Mit ihm sowie Manfred Melzer und Heiner Koch hat das Erzbistum Köln wieder drei aktive Weihbischöfe. Daneben gehört der emeritierte Weihbischof Klaus Dick zur Erzdiözese. Der Pastoralbezirk Nord, für den Schwaderlapp künftig verantwortlich ist, umfasst die Städte Düsseldorf, Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie den Rhein-Kreis Neuss, den Kreis Mettmann und den Oberbergischen Kreis.

Das Erzbistum Köln hat mit 2,1 Millionen die größte Katholikenzahl in der Bundesrepublik. Es gilt auch als finanzstärkste deutsche Diözese. Der Etat 2011 lag bei 928 Millionen Euro.

kna