10.04.2011

KiZ-Tipp: Nienburger Spargelmuseum

Königliches Gemüse

Die Spargelsaison selbst ist nur relativ kurz. In Nienburg kommt das „königliche Gemüse“ dagegen ganzjährig zu musealen Ehren.

Spargelstechen im Wandel der Zeiten: Ein künstlicher Spargeldamm mit Spargelpflanze und Gerätschaften. Foto: Museum
Spargelstechen im Wandel der Zeiten: Ein künstlicher Spargeldamm mit Spargelpflanze und Gerätschaften. Foto: Museum

Über die Kulturgeschichte des Spargels informiert das Spargelmuseum in Nienburg. Dort erfährt der Besucher, dass die Griechen bereits die langen Stangen kannten und dass das Gemüse auch im Bistum Hildesheim angebaut wird: Nienburg, Braunschweig und Burgdorf gehören zu den bevorzugten Anbaugebieten.

In punkto Gesundheit hat der Spargel so einiges zu bieten. Er besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat nur 20 Kalorien pro 100 Gramm. Die enthaltene Asparaginsäure entschlackt den Körper. Neben Kalium und Phosphor ist auch Kalzium enthalten, das den Knochenbau unterstützt. Folsäure begünstigt die Blutbildung. Doch eine unangenehme Seite hat der Spargel auch: Nach dem Essen klagen viele Menschen über den üblen Geruch ihres Urins. Wissenschaftler sind sich noch uneins, wie dieser zustande kommt. Wahrscheinlich ist die Asparaginsäure, ein im Spargel enthaltener Aromastoff, daran schuld.

Im Museum bekommt der Besucher auch Tipps: Wer sich im Supermarkt unsicher ist, ob der Spargel noch frisch ist, der macht den „Quitsch-Test“. Die Stangen überkreuzen und aneinanderreiben. Wenn es quietscht, haben die Zellen noch genug Wasser und der Spargel kann ohne Sorgen in den Kochtopf. Weitere Zubereitungstipps: Eine kleine Menge Zucker in das Kochwasser streuen,  damit der Spargel später nicht bitter schmeckt. Außerdem sollte mit wenig Wasser gekocht werden. Nur so viel, dass die Stangen gerade mit Wasser bedeckt werden.

Silvia Pucyk

 

Wissenswert:

Spargelmuseum Nienburg, Leinstraße 4, 31583 Nienburg, Telefon: 0 50 21/124 61, Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 13 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr.