24.05.2022

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

Umfragen in Deutschland ergeben immer wieder, dass die überwiegende Zahl der Menschen zu Hause alt werden möchte. Oft denken Senioren, denen ihre Wohnung dann doch zu groß, das Alleinleben zu einsam oder die Hausarbeit zu beschwerlich geworden ist, bei alternativen Wohnformen im Alter gleich ans Pflegeheim. Dabei gibt es durchaus Wohnformen, die es ermöglichen, den Lebensabend individueller zu gestalten. Eine davon ist das Betreute Wohnen.

Kürzlich war ich beim 25. Jubiläum solch eines Wohnhauses in Braunschweig. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind hier eingezogen, um so lange wie nur möglich selbstbestimmt wohnen zu können, im Bedarfsfall jedoch Unterstützung zu erhalten. So haben sie unter der Woche immer eine Sozialarbeiterin und Krankenschwester von der Caritas vor Ort. Außerdem bietet sich bei gemeinsamen Veranstaltungen Gelegenheit Nachbarn kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Für nicht wenige der Bewohnerinnen und Bewohner ist hier schon viele Jahre ihr Zuhause, sicher auch, weil das Quartiersmanagement stimmt. Das optimale an der Lage dieses Hauses ist die gute Infrastruktur. Geschäfte des täglichen Bedarfs, Ärzte und Apotheken sind barrierefrei erreichbar und liegen vor der Haustür, die Bus- und Straßenbahnanbindung ist gut. Außerdem zeigt sich hier, dass es individuelle Wohnformen im Alter nicht nur für größere Einkommen gibt. Um in eine dieser 2-Zimmerwohnungen einziehen zu können, benötigt man einen Wohnberechtigungsschein.
Damit es zu Hause am schönsten bleibt, muss man nicht nur im Betreuten Wohnen offen dafür sein, Hilfen zuzulassen – auch wenn es vielleicht schwerfällt.

Ihnen eine schöne Woche

Ihre

Sabine Moser

Sabine Moser ist Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Braunschweig