05.04.2018

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

an diesem Weißen Sonntag oder den kommenden Sonntagen ist es wieder so weit: Die Mädchen und Jungen gehen in unseren Gemeinden zur Erstkommunion und werden in die Mahlgemeinschaft aufgenommen.

Etwa ein halbes Jahr lang haben sich die Kinder mit ihren Eltern und Katecheten auf ihr großes Fest vorbereitet und gestalten vielerorts den Gottesdienst mit.

Bei meinen Kindern ist es schon eine Weile her, ich kann mich aber noch gut an die schönen Feste erinnern. Auch daran, dass die Kleiderfrage für manche Eltern und Großeltern eine überproportional große Rolle gespielt hat.
Der Sohn wird in einen schicken Anzug gesteckt und die Tochter gar als kleine Braut ausstaffiert.

Das finde ich ehrlich gesagt schade. Auch ich kam nicht Drumherum ein – allerdings schlichtes – weißes Kleid und einen Anzug zu kaufen. Bevorzugt hätte ich die einheitlich weißen Gewänder, die es in einigen Gemeinden für die Kinder gibt. Vielleicht ist das manchen zu uniform, aber was die Kinder drunter tragen, steht jedem frei.

Das erste Mal habe ich die einheitlichen Gewänder in den 90er-Jahren bei meiner jüngeren Schwester in Speyer erlebt. Das fand ich sehr feierlich und schön.

Bei der Erstkommunionfeier meines Patenkindes in Bayern habe ich den dritten Weg erlebt: Kommunionkleider und Anzüge neben Alben. Für mich völlig absurd, schließlich werden so Unterschiede nur noch vergrößert.

Ihnen eine gesegnete Woche und eine schöne Kommunionfeier – so Sie eine haben oder dazu eingeladen sind.

Ihre

Sabine Moser

Sabine Moser ist Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Braunschweig