20.03.2019

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt ein neues Modewort: „Mindfulness“. Oder zu Deutsch: „Achtsamkeit“ – sie fordert dazu auf, „den Alltag zu reflektieren, sich bewusst zu werden, was wirklich bedeutsam ist“.

Das ist doch interessant, gerade in der Fas­tenzeit. Manche nehmen an „Exerzitien im Alltag“ teil, manche stecken sich ganz persönliche Fastenziele. Durch das bewusstere Leben wird in der Zeit vor Ostern auch eine besondere, tiefere Nähe zu Gott gesucht.

Vermutlich leben viele in der Zeit vor Ostern achtsamer als sonst. Nun aber auch noch unterstützt durch einen Achtsamkeitskurs im Sportverein oder Fitnessstudio. Auch (kirchliche) Bildungshäuser bieten entsprechende Seminare an.

Achtsamkeit hilft bei der Stressbewältigung, sie hilft, auf den eigenen Körper besser zu achten. Eine solche Lebenseinstellung sollte auch helfen, sich der Mitmenschen bewusst zu werden. Wer sich in Achtsamkeit übt, so heißt es, findet einen „Weg zum Glück“.

Erstaunlich bleibt für mich allerdings, dass sich eine eigentlich buddhistische Lehre ausbreitet, häufig losgelöst von ihrem Ursprung. Und das Christentum sollte sich fragen, warum es den Trend aus Fernost nicht schon längst in der eigenen Tradition entdeckt hat. Achtsam zu leben, das konnte auch schon Jesus.

Die Herausforderung bleibt heute, im Alltag bewusst zu leben. Sensibel zu sein für sich selbst und andere.

Eine achtsame Woche wünscht Ihnen

Johannes Broermann

Johannes Broermann ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld.