16.09.2020

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

am Montag ist es soweit, dann nimmt der Inklusive Campus in Duderstadt den Betrieb auf. Beim Spatenstich vor einem guten Jahr war es noch ein ambitionierter Plan, jetzt wird er Wirklichkeit. Rund 170 Kinder mit und ohne Behinderung profitieren von dem neuen Betreuungsangebot der Caritas Südniedersachsen. Familien finden dort Platz für ihre Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder. Zusätzlich bietet der Campus ein Familienzentrum und Beratungs­angebote der Caritas an.
Rund 5 Millionen Euro haben die Umbau- und Renovierungsarbeiten gekostet, mit denen ein ehemaliges Schulgebäude barrierefrei hergerichtet und erweitert wurde. Mitgeholfen haben sowohl die Stadt Duderstadt wie auch Förderprogramme von Bund und Land. Unterstützung kam auch aus der Wirtschaft, von Stiftungen und Privatpersonen.

Das ist sicherlich gut angelegtes Geld, denn der Inklusive Campus ist ein echter „Meilenstein“ auf dem Weg zu einer Gesellschaft, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Gemeinsames Erleben von Kindern mit und ohne Behinderung soll auf dem Campus eine selbstverständliche Alltagserfahrung werden.

Eine wesentliche Grundlage stellt die UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahr 2006 dar, die in Deutschland seit 2009 gilt.

„Inklusion ist dann umgesetzt, wenn niemand mehr darüber redet“, ist ein Satz, der vermutlich noch eine ganze Weile das eigentliche Ziel in wenige Worte fast. Denn weitere „Meilensteine“ werden gebraucht, der Weg zu einer „Inklusiven Gesellschaft“ ist noch weit.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Johannes Broermann

Johannes Broermann ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld.