28.04.2021

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

 am vergangenen Sonntag haben wir eine kleine Radtour gemacht. Durch die Felder, am Stichkanal entlang, das Frühlingserwachen im Wald genießen.

In einem kleinen Ort nahe bei Hildesheim haben wir eine kurze Rast eingelegt, direkt an einer katholischen Kirche.Und sie war offen, sodass wir hineingehen konnten.

An der Windfangtür klebte ein Blatt Papier, eine Fotokopie. Gleich die Überschrift machte mich neugierig. Da stand: „Die leeren Kirchen sind eine Mahnung“. Im Text darunter hieß es: „Die Corona-Pandemie sollte uns nachdenken lassen, was wirklich das Wichtigste im Leben der Christenheit ist. Nicht die Eucharistie, sondern vor allem der Dienst an den Armen und Bedrängten, an Alleinerziehenden, Erntehelfern, Fernfah­rern. Wenn wir uns kümmern, können wir Jesus neu erleben.“

Der Text hat mich nachdenklich gemacht.Die leeren Kirchen – die ja auch schon vor Corona nicht immer brechend voll waren – sollten uns tatsächlich zu denken geben. Wir sollten die Randgruppen nicht aus den Augen verlieren, die Armen und Bedrängten nicht vergessen – und auch nicht unsere Corona-Helden, was inzwischen leider viel zu oft passiert. Aber wir sollten uns auch immer darauf besinnen, dass die Eucharistiefeier der zentrale Angelpunkt unseres Glaubens ist. In der Eucharistie sind wir untereinander und mit Christus verbunden.Aus ihr sollten wir die Kraft schöpfen, die wir brauchen, um auch den sozialen Auftrag des Evangeliums ausführen zu können.

Ihnen eine schöne Woche

Ihr Edmund Deppe