25.09.2019

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

es tut sich was, und das ist gut. Horst Seehofer hat den Vorstoß gewagt und in Aussicht gestellt, 25 Prozent der in Italien und Malta ankommenden Flüchtlinge nach Deutschland zu holen. Auch Frankreich sitzt mit im Boot. Und mit der neuen italienischen Regierung lässt sich reden, Malta signalisiert Gesprächsbereitschaft. Es scheint etwas in Gang zu kommen.

Das ist auch höchste Zeit, denn Flüchtlinge im Meer ertrinken zu lassen, geht gar nicht, ist ein Verstoß gegen internationales Seerecht. Und Verzögerungstaktiken, wie Flüchtlinge, die auf dem Mittelmeer gerade noch einmal dem Tod entronnen sind, nicht von Bord zu lassen, ist unmenschlich. Nur: Die Seenotretter können mit Flüchtlingen an Bord nicht wieder auslaufen und weitere Menschen retten. Es ist eine andere Form von „ein Schiff an die Kette legen“.

Nun kommt Bewegung in die Sache. Die Retter werden wieder schneller auslaufen können, um Flüchtlinge vor dem oft sicheren Tod im Mittelmeer  zu retten.

Doch die Retter sind selbst auf Hilfe angewiesen, auf finanzielle Hilfe, um ihre Missionen durchführen zu können. Helfen will ihnen der Diözesan-Caritasverband. In dieser Woche, am Freitag, am Tag des Flüchtlings, startet er seine Aktion: „11. Gebot: Du sollst nicht ertrinken lassen!“

Bei dieser Aktion geht es darum, die Menschen, ganz besonders auch die Politiker wachzurütteln: nicht wegschauen, wenn andere ertrinken. Es wird aber auch um Spenden gebeten, um gezielt die Retter im Mittelmeer zu unterstützen.

Doch damit fängt die Arbeit eigentlich erst an. Denn bei uns ist der Caritasverband gefragt, wenn die Flüchtlinge hier gelandet sind.

Ihr

Ihr Edmund Deppe