21.09.2022

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

Corona ist nicht vorbei, doch der Umgang mit dem Virus hat sich grundlegend geändert. Das spürt man nicht nur auf dem Münchner Oktoberfest, sondern auch im Bistum Hildesheim. Hier ist das Leben wiedererwacht – und zwar live und in Farbe.

Verbandsmitglieder kommen zu Diözesantagen zusammen, Menschen essen und trinken gemeinsam an Solidaritätstafeln, Gemeinden feiern Pfarrfeste, die Hauptkirchen im Bistum laden zu Orgelkonzerten ein, Junge und Alte pilgern gemeinsam, wichtige Funktionsträger steigen aufs Podium und diskutieren miteinander, Kirchen und Museen werben mit hochkarätigen Ausstellungen um Besucher. Im Bistum ist gerade mehr los, als wir berichten können.

Während in manchen Jahren sich das Sommerloch erst nach dem Ende der Ferien auftat, ist davon in diesem Jahr nichts zu spüren. Es scheint, als gebe es einen großen Nachholbedarf. Zwei Jahre Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen und die Menschen sind froh, endlich wieder zusammenzukommen. Und zwar persönlich, nicht mittels Video-Konferenz.

Glaube lebt von Gemeinschaft, und die wird spürbar in der persönlichen Begegnung, im Miteinander, im Gespräch, bei Essen und Trinken. Virtuelle Angebote können das nicht ersetzen.

Hoffen wir, dass die neu gewonnene Normalität nicht nur von kurzer Dauer ist und uns das Virus über den Winter nicht wieder in Schach hält – und wir außerdem unsere Begegnungsstätten beheizen können.

Doch was da auch kommen mag: Nutzen wir die Zeit jetzt. Es tut unserer Seele gut.

Herzliche Grüße


Ihr Matthias Bode

Redaktionsleiter