07.08.2019

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Monat sind es fünf Jahre her, dass der Hildesheimer Dom nach einer grundlegenden Sanierung wiedereröffnet wurde, einige Zeit später folgte das Dommuseum.  Dom und Dommuseum zählen zum UNESCO-Welterbe, und beide Bauwerke sind wirklich großartig geworden. Der Dom fasziniert mich immer wieder mit seiner Schlichtheit und seinen klaren liturgischen Linien, das Dommuseum mit der Gegenüberstellung von mittelalterlicher und moderner Kunst. Auch der Domhof hat durch die Neugestaltung erheblich gewonnen, nicht zuletzt dadurch, dass er heute weitgehend autofrei ist.

Die Sanierung des gesamten Areals war nicht billig, insgesamt wurden mehr als 40 Millionen Euro verbaut. Doch es hat sich gelohnt.

Allerdings: Wenn ich heute über den Domhof gehe, ist er oft menschenleer. Manchmal trifft man Mitarbeiter des Generalvikariates, manchmal stößt man auf eine Reisegruppe aus Regensburg, ganz selten auf eine aus Fernost. Aber das Leben der Stadt geht weitgehend am Dom vorbei. Die Passantenströme lassen den Domhof links liegen.

Der Dombauverein möchte das ändern und lädt am nächsten Sonntag (18. August) zum Bürgerfest auf den Domhof ein (siehe Seite 13). Sein erklärtes Ziel: Den Domhof und den Dom zur Stadt hin öffnen, sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

Den Veranstaltern ist Erfolg zu wünschen, verdient haben es die Bauwerke, die von der langen und großartigen Geschichte des Bistums zeugen. Zu hoffen ist, dass die Veranstaltung kein Strohfeuer bleibt, sondern den Auftakt dafür liefert, den Domhof dauerhaft zu beleben.

Ihnen eine gute Woche

Ihr Matthias Bode

Redaktionsleiter