04.09.2011

KiZ-Tipp: Stade

Von Schweden erobert

Wer Fisch liebt, im Wasser oder auf dem Brötchen, sollte nach Stade fahren. Die Stadt zwischen Cuxhaven und Hamburg liegt inmitten von Wasser und hält zahlreiche Attraktionen bereit: Fischmarkt, mächtige Wallanlagen und malerische Fachwerkhäuser.

Der Fischmarkt mit Blick auf den Hansehafen. Foto: tourismus-stade
Der Fischmarkt mit Blick auf den Hansehafen. Foto: tourismus-stade

Die Stadt mit rund 46 000 Einwohnern liegt an der Unterelbe und ist nach Lüneburg die zweite Stadt Niedersachsens, die sich Hansestadt nennen darf. Über zwei Jahre mussten die Befürworter kämpfen, um den Titel zu erlangen. Und das, obwohl es Historiker gibt, die hartnäckig behaupten, dass Stade schon lange vor Hamburg einer der bedeutendsten Handelsplätze im Norden war.

Bereits im Mittelalter gehörte die Stadt der Handelsorganisation der Hanse an. Ab dem 13. Jahrhundert segelten Kaufleute aus Stade vom Hafen über die Schwinge zur Elbe und von dort weiter nach Dänemark und Holland. Innenminister Uwe Schünemann gehörte ebenfalls zu den Befürwortern. „Stade verfügt mit dem Seehafen über ein Alleinstellungsmerkmal, das die Stadt signifikant von allen anderen ehemaligen Hansestädten in Niedersachsen unterscheidet“, schrieb er in einem Brief an den Bürgermeister Andreas Rieckhof. 2009 war es dann schließlich so weit: Stade wurde offiziell zur Hansestadt ernannt.

Der Hafen in dem beschaulichen Ort gehört zu den ältesten in Europa und diente 1645 den Schweden dazu Anker anzulegen und die Stadt zu erobern. Die Belagerer bauten Stade zu einer wichtigen Festung aus mit neun Bastionen und einem großen Wallgraben. Inmitten der Stadt liegt auch der sogenannte Schwedenspeicher, in dem heute ein modernes Regionalmuseum untergebracht ist.

Wer in Stade genug Wasser und Fische gesehen hat, kann auch im Umland Sehenswertes entdecken.
Südöstlich der Stadt erstreckt sich das Alte Land, das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Hier gedeihen Äpfel, Kirschen und Birnen und bieten ein kontrastvolles und unvergessliches Erlebnis.

 

Silvia Pucyk