05.10.2011

KiZ-Tipp: Erntefest in Hitzacker

Weinlese im hohen Norden

Die Trauben sind fast reif, die Zwerge singen sich ein und alle fragen: „Wer wird die neue Königin?“ In Hitzacker an der Elbe bereiten sich die Menschen auf die traditionelle Weinlese vor.

Gärtner Bernd Schulz ist sichtlich zufrieden mit seinen Trauben. Foto: Daniel Kandora
Gärtner Bernd Schulz ist sichtlich zufrieden mit seinen Trauben. Foto: Daniel Kandora

Hitzacker. Bei einer Besichtigung des Luftkurortes  im Landkreis Lüchow-Danneberg sieht der Besucher auf den ersten Blick nicht, was Hitz­acker alles zu bieten hat: Die „sommerlichen Musiktage“ verhelfen zu überregionaler Berühmtheit, der verstorbene Prinz Claus von den Niederlanden wurde hier geboren, Hochwasser und die neue Staumauer locken viele Touristen an die Elbe.

„Da ist der eigene Weinberg fast Nebensache“, sagt Bernd Schulz. Er ist als Gärtner für die fast 100 Reben auf einem der nördlichsten Weinberge Deutschlands zuständig. Jedoch freuen sich die Hitzackeraner schon sehr auf die traditionelle Weinlese. Nur dann wird das „Hidesacker Weinbergströpfchen“ ausgeschenkt.

Der sehr trockene Weißwein, der aus Sorten wie Müller-Thurgau und Riesling gekeltert wird, ist beliebt. Ein Qualitätswein, meint auch Schulz. Dazu werden Spanferkel und Zwiebelkuchen serviert. Die „Weinbergszwerge“ sorgen als Erntehelfer und Musikanten für das Programm.

Das Fest wird seit über 20 Jahren begangen. Höhepunkt ist die Krönung der Weinkönigin von Hitzacker. Viele Auswärtige und Einheimische stoßen dann mit den 50 Flaschen des vorangegangen Jahrgangs auf die neue Königin an, die Hitzacker bis zum nächsten Jahr repräsentiert. Und Gärtner Bernd Schulz ist sich sicher: „Die Ernte wird auch dieses Jahr wieder gut ausfallen.“

Daniel Kandora

 

Die Weinlese findet dieses Jahr am Sonntag, 16. Oktober, statt. Ab 10 Uhr werden die Trauben geerntet, um 11 beginnt das Fest. Kontakt: Kur- und Tourist-Information, Am Markt 7, 29456 Hitzacker. Telefon: 0 58 62/9 69 70.