13.01.2022

Kloster St. Ludgerus

Es geht wieder weiter

Im Sommer 2020 kam von der Bistumsleitung das überraschende „Aus“ für die Begegnungsstätte Kloster St. Ludgerus in Helmstedt. Doch Männer der ersten Stunde versuchen inzwischen einen Neuanfang.

Bernhard Nebel (links) und Werner Theisen haben die Begegnungsstätte einst mit gegründet und wagen nun einen Neuanfang.

Das Konventsgebäude des ehemaligen Benediktinerklosters St. Ludgerus gehört schon seit über dreißig Jahren der Helmstedter Pfarrgemeinde St. Ludgerus. Bis 2020 war hier vom Bistum eine Begegnungsstätte beheimatet. Untergebracht ist hier auch das katholische Pfarramt und in einem Nebengebäude die gemeinnützige Jugendwerkstatt „Holzwurm“.

„Eigentlich ist hier immer was los“, sagt Werner Theisen. Er hat ab 1986 die Begegnungsstätte mit aufgebaut – war ihr erster Leiter. St. Ludgerus liegt ihm nach wie vor am Herzen. Das gilt auch für Bernhard Nebel, ebenfalls ein Mann der ersten Stunde und Nachfolger Theisens.

Beide haben beruflich anschließend was anderes gemacht. Thei-sen war Referatsleiter für Familienpolitik im Sozialministerium in Magdeburg und Nebel wechselte in die Finanzabteilung des Bistums. Beide sind nun im Ruhestand und haben sich gesagt: „Wir versuchen einen Neuanfang mit der Begegnungsstätte – auf Basis einer UG, einer haftungsbeschränkten Unternehmensgesellschaft, und ehrenamtlich!“ Als Mitgesellschafter sind noch dabei der Pfarrer der Gemeinde, Thomas Jung, und Markus Plachta.

Im August haben sie komplett neu angefangen, abgespeckt, mit wenig Personal. „Wir wollen St. Ludgerus im christlichen Geist weiterführen. Das hat die Begegnungsstätte bisher ausgezeichnet. Und das Interesse am Haus ist groß“, gibt Theisen Auskunft. „Etliche Schulen – auch aus Hildesheim – haben bereits wieder nach Terminen für Tage religiöser Orientierung gefragt“, ergänzt Nebel.

Schulklassen und Gruppen, die die Räumlichkeiten des Klosters nutzen, sowie Tagesveranstaltungen und Klausurtagungen sind eines der Standbeine von St. Ludgerus. Ein zweites „unsere Basis“ ist das Schulcatering. „Und unser drittes Standbein sind Tourismus und Events von Hochzeiten im Ludgerisaal bis hin zu Geburtstags- oder Firmenfeiern im Gewölbekeller. Auch dafür gibt es schon Anfragen. Und unsere Küche kann von verschiedenen Buffets, über kleine Häppchen und Fingerfood bis hin zu Festmenüs alles liefern“, freut sich Theisen.

Wenn nur Corona nicht wäre. „Das ist für uns gerade in der Anfangsphase eine schwierige und vor allem nicht kalkulierbare Größe. Aber wir hoffen, dass es in 2022 aufwärts geht“, wünschen sich Theisen und Nebel.

Die duch Corona bedingten Einbußen des vergangenen Jahres konnten durch die Schulspeisungen und Dank der vereinbarten Übergangsfinanzierung des Bistums abgefedert werden, „jetzt müssen noch Altverträge erfüllt werden“, so Theisen.

Kontakt:
Telefon: 0 53 51 / 58 74-0,
E-Mail: info@klosterludgerus.de,
Homepage: www.klosterludgerus.de

Edmund Deppe