22.01.2021

Aktion #lichtfenster für Corona-Opfer

Kirchen rufen zu Gedenken auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Aktion #lichtfenster zum Gedenken an die Corona-Toten gestartet. Die christlichen Kirchen rufen dazu auf, sich zu beteiligen. 

Brennende Kerzen stehen vor einem Fenster.
Brennende Kerzen im Fenster als Zeichen des Gedenken: Die beiden christlichen Kirchen rufen dazu auf, sich an der Aktion #lichtfenster für die Opfer der Corona-Pandemie zu beteiligen. 

Die beiden großen Kirchen in Deutschland rufen zur Beteiligung an der Aktion #lichtfenster zum Gedenken an die Corona-Toten in Deutschland auf. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, würdigte die Aktion als "starkes Zeichen der Anteilnahme und des Mitgefühls". Christen erinnerten sich an jedem Freitag an den Todestag Jesu, sagte Bätzing. "In dieses Gedenken schließen wir die Opfer der Pandemie ein."

Die Kerze im Fenster sei ein Zeichen dafür, dass die Angehörigen der Toten nicht alleine seien. "Für die Verstorbenen brennt ein Licht", betonte der Bischof. Er rief zudem zu Achtsamkeit im Umgang miteinander auf. Viele Mitglieder der Bischofskonferenz kündigten an, sich an der Aktion zu beteiligen. Bätzing hat dafür ein Gebet verfasst. Es ist auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz abrufbar.  

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) kündigte ihre Teilnahme an. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm begrüßte zudem die Ankündigung einer zentralen Gedenkfeier für die Verstorbenen der Pandemie. "Nicht nur die Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, warten auf eine solche öffentliche Trauerfeier." Umso wichtiger sei es, schon auf dem Weg bis dahin ein Zeichen zu setzen.

In den Nachrichten werde zwar täglich die Zahl der Corona-Toten genannt, fügte Bedford-Strohm hinzu. Aber: "Hinter jedem Todesfall steht eine ganz persönliche Geschichte von Hoffen und Bangen, von Abgründen, die sich auftun, wenn der Kampf um das Leben eines lieben Menschen verloren ist."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Aktion zum staatlichen Gedenken gestartet. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes stellt Steinmeier am späten Nachmittag (16.30 Uhr) gut sichtbar ein Licht in ein Fenster von Schloss Bellevue auf. Damit wolle er an die vielen Toten der Corona-Pandemie und an die Schwererkrankten erinnern. Das Aufstellen der Kerze solle ein Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit allen Angehörigen sein.

Mit der Aktion #lichtfenster will der Bundespräsident auch andere Menschen in Deutschland ermuntern, ein Licht in ihre Fenster zu stellen oder auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den Sozialen Medien zu teilen. Nach Ostern soll es zudem eine zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie in Deutschland geben.

In seinem Aufruf auf seiner Internetseite erklärt Steinmeier: "Wir trauern mit den Angehörigen. Wir wünschen den Kranken schnelle Genesung".

kna