02.10.2019

Chöre der Dommusik

Mit professioneller Ausbildung

Sie gestalten Gottesdienste, geben Konzerte, haben Spaß an der Musik – vor allem am Gesang. Ohne die  Chöre der Dommusik würde im Hildesheimer Dom etwas fehlen. Bei Domkantor Dr. Stefan Mahr beginnen die jüngsten Chormitglieder in der Mädchenkantorei oder bei den Domsingknaben.

Die Mädchenkantorei der Dommusik beim Einsatz im Dom,
dirigiert von Domkantor Dr. Stefan Mahr.

Woher bekommen die jungen Domchöre ihren Nachwuchs?

Der Nachwuchs kommt zum einen aus unserem Schulprojekt, den Schul-Arbeitsgemeinschaften der Elisabeth-Schule in der Oststadt. Aber vor allem kommt er durch Mundpropaganda oder das Chormitglieder die Freundin oder einen Freund mitbringen. Außerdem fragen Eltern an, ob ihre Tochter oder ihr Sohn das einmal ausprobieren kann.

Was erwartet die Mädchen und Jungen, die sich entschließen mitzusingen?

Das Besondere ist, dass ein Profimusiker die Chöre leitet. Dadurch ist es uns  über die Jahre möglich geworden – explizit bei der Mädchenkantorei, ein Niveau zu erreichen, sodass wir sogar in der Lage sind, Oratorien zu singen und andere gehobene, mehrstimmige Stücke vorzutragen.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?

Es gibt bei uns keine Aufnahmeprüfung, in der die Kinder vorsingen müssen. Mädchen oder Jungen, die fünf, sechs oder sieben Jahre alt sind, brauchen keine Vorkenntnisse. Sie müssen nur die Bereitschaft mitbringen, singen zu wollen. Dann können wir die Ausbildung in die richtige Richtung lenken. Und eigentlich finden alle unsere Mädchen und Jungen einen Weg, das auch gut zu machen.

Was bekommen die Kinder und Jugendlichen hier geboten?

Sie haben in der Domsingschule eine optimale Übungsatmosphäre und sie bekommen eine professionelle Ausbildung, die normalerweise viel Geld kostet. Wir versuchen bei den Kindern das, was sie maximal können, immer ein bisschen weiter hinauszuschieben. Das funktioniert allerdings nur, wenn man sehr diszipliniert miteinander arbeitet. Darüberhinaus haben wir ausgebildete Sänger und Stimmbildner, die jedem einzelnen Kind Tipps geben können zur persönlichen Entwicklung der Stimme.

Wieviel Zeit müssen die Kinder in der Woche investieren?

Mindestens eine Stunde die Woche wird geübt, bei den älteren Mädchen sind es dann zwei Stunden. Und dann gibt es vor Auftritten im Dom auch zusätzliche Übungstermine, denn der Dienst im Dom ist die zentrale Aufgabe der Domchöre. Einmal im Monat wird im Dom Liturgie gesungen. Aber auch die Gemeinschaft ist ein wichtiger Aspekt. Er ist ein Teil jeder Chorarbeit. Ich glaube nicht, dass die Mädchen und Jungen nur wegen der Probe oder mir zu den Übungsstunden kommen, sondern weil sie hier Freunde, Gleichgesinnte treffen, mit denen es Spaß macht, zu singen.

Werden eigentlich nur geistliche Stücke gesungen?

Das ist unser Schwerpunkt. Doch geistliche Musik hat eine ungeheuere Bandbreite von Gregorianik, über Klassik bis hin zu Gospel und Jazzmesse.

Interview: Edmund Deppe

Kontaktdaten unter: www.dom-hildesheim.de „Dommusik“

 

Auch Erwachsene können bei den Domchören einsteigen

Dommusikdirektor Thomas Viezens.

Domchor, Kammerchor und Choralschola – die „Erwachsenen“ Chöre der Dommusik – musizieren ebenfalls regelmäßig im Gottesdienst. Die drei Gruppen stehen unter der Leitung von Dommusikdirektor Thomas Viezens. Interessierte Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren sollten über ausbildungsfähige Stimmen und Notenkennntnisse verfügen. „Chorerfahrung ist durchaus von Vorteil, Blattsingerfahrung ist wünschenswert“, sagt Viezens.

Die Probentermine:
Domchor: donnerstags, 19.30-21.30 Uhr sowie einmal monatlich dienstags, 19.30-21.30 Uhr, und einmal pro Quartal samstags, 9.30–13 Uhr
Kammerchor: einmal monatlich dienstags, 19.30–21.30 Uhr, und einmal pro Quartal samstags, 10–16 Uhr
Choralschola: einmal monatlich dienstags, 19.30–21.30 Uhr, außerdem alle zwei Monate freitags, 17–20 Uhr.
Nähere Informationen: dommusik@bistum-hildesheim.de oder Telefon: 0 51 21/307 305