24.10.2019

Zertifizierungskurs „TheoLokal“

Partizipativ, dialogisch und erfahrungsorientiert

TheoLokal ist ein Qualifizierungsangebot des Bistums für Menschen, die sich mehr theologisches Wissen wünschen. Es richtet sich an alle, die ehrenamtlich in der pastoralen Arbeit in den Gemeinden arbeiten oder dies gern tun würden.

Mit dem neuen Zertifikatskurs sollen ehrenamtlich Engagierte theologisch für die Arbeit im Raum der Kirche befähigt werden.

„Bei uns im Dommuseum und im Bistum schlummern viele Schätze. Wir müssen sie für die Menschen nur erfahrbar machen“, sagte der ehemalige Direktor des Dommuseums, Professor Michael Brandt, bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Denn diese Schätze erzählen vom Glauben der Menschen in ihrer jeweiligen Zeit. Ein Gedanke, der auch Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral des Bistums, faszinierte. In Poitiers in Frankreich, der Stadt des Heiligen Hilarius, ist man schon seit längerem dabei, so eine „Theologie der Schätze vor Ort“ umzusetzen. Eine Idee, die Hennecke mit nach Hildesheim brachte.

Glaube in Kirche und Gesellschaft verantworten

„Wir haben uns darangesetzt und versucht, aus dieser Idee etwas Greifbares zu entwickeln, eine theologische Qualifizierung vom Anspruch her angesiedelt irgendwo zwischen Lektorendienst und Bibelarbeit auf der einen und theologischen Studienkursen auf der anderen Seite“, sagt Dr. Christian Schramm, Leiter der Bibelschule. Mit als Partner im Boot ist die Katholische Erwachsenenbildung (KEB). „Gemeinsam entwickeln wir dieses Angebot als Zertifikatskurs. Das Konzept von TheoLokal sieht vor, dass wir partizipativ, dialogisch und erfahrungsorientiert miteinander arbeiten. Wir wollen die Teilnehmer begleiten und fördern, damit sie theologisch fundiert ihre eigenen Fragen bearbeiten können. Wir wollen sie sprach- und dialogfähig mit Blick auf ihren eigenen Glauben machen und sie so dazu befähigen, im kirchlichen wie im gesellschaftlichen Kontext ihren Glauben verantwortet und reflektiert zu bezeugen und weiterzugeben sowie in besonderer Weise an der Gestaltung von Kirche vor Ort mitzuwirken“, beschreibt Franziska Wolf von der KEB das Angebot von TheoLokal.

Wo christlicher Glaube spürbar wird

Der Zertifikatskurs, der im kommenden Februar beginnen soll, umfasst sieben Module, sieben Einheiten zu jeweils einem Themenschwerpunkt: Gott und Welt, Bibel, Gott und Mensch, Kirche, Liturgie/Feierkultur, Ökumene, Leben und Tod. Dabei wird der gemeinsame Lernweg die Teilnehmer zu verschiedenen Lern­orten führen – nicht nur in den Dom oder das Dommuseum, sondern auch an Orte, „wo Menschen als Glaubenszeugen arbeiten, wo christlicher Glaube spürbar wird“.„TheoLokal könnte ein wichtiger Teil der lokalen Kirchenentwicklung werden“, hofft Schramm. „Ein Wunsch von uns ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinterher in den ‚Teams gemeinsamer Verantwortung‘ vor Ort mitarbeiten können“, erklärt der Bibelwissenschaftler. Wichtig ist ihm, dass  es nicht nur um Theorie geht, sondern dass dieser Zertifikatskurs praxisbezogen verortet ist. „Deshalb gehört auch ein kursbegleitendes Praxisprojekt zu Theo­Lokal dazu, das im Abschlusskolloquium präsentiert werden soll“, betont Schramm.

Ausgelegt ist der Zertifikatskurs auf 16 Teilnehmer, er wird sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren erstrecken.

Edmund Deppe

 

Zertifikatskurs „TheoLokal“
Die sieben Module des Kurses gehen jeweils von Freitag 18 Uhr (Beginn mit dem Abendessen) bis Samstag 16.30 Uhr. Die Termine sind:

2020
14. bis 15. Februar: Auftakt und Modul „Gott & Welt“; 24. bis 25 April: Modul „Bibel“; 26. bis 27. Juni: Modul „Feierkultur/Liturgie“, 11. bis 12. September: Modul „Kirche“;
20. bis 21. November: Modul „Gott & Mensch“.
2021
26. bis 27. Februar: „Vielfalt/Ökumene“; 23. und 24. April: Modul „Leben & Tod“; Samstag, 10.Juli: Abschlusskolloquium und feierliche Zertifikatsverleihung.

Die Teilnahmegebür für den Zertifizierungskurs beträgt 380 Euro.
Kontakt: www.theolokal.de, Telefon: 05121/ 1 79 15-48, E-Mail: bibel@bistum-hildesheim.de